Ehrenamt im Wandel: Was die neuen Zahlen für das Engagement bedeuten
Fachtag in der KLVHS Oesede stellt Freiwilligensurvey 2024 und niedersächsische Ehrenamtsstrategie gegenüber – Johannes-Voetlause-Preis wird verliehen
Rund 27 Millionen Menschen engagieren sich in Deutschland freiwillig. Doch wie entwickelt sich dieses Engagement? Was motiviert Menschen, sich einzubringen, und vor welchen Herausforderungen stehen Vereine, Kirchen und Initiativen? Diesen Fragen widmet sich am Freitag, 6. November 2026, ein Fachtag für Engagierte und Hauptamtliche in der Katholischen LandvolkHochschule Oesede (KLVHS).
Im Mittelpunkt stehen die Erkenntnisse des Freiwilligensurveys 2024 und die Niedersächsische Strategie für Engagement und Ehrenamt. Der Freiwilligensurvey ist seit 1999 die zentrale Datengrundlage zur Entwicklung des freiwilligen Engagements in Deutschland. Für die aktuelle Erhebung wurden mehr als 27.000 Menschen befragt. Der Kurzbericht zur Erhebung von 2024 wurde Ende 2025 veröffentlicht; der ausführliche Hauptbericht erschien in den vergangenen Wochen.
Die Ergebnisse sollen beim Fachtag mit der politischen Strategie des Landes in Beziehung gesetzt werden. Die Niedersächsische Landesregierung hat im Herbst 2025 ein Maßnahmenpaket verabschiedet, das engagierte Menschen im Land gezielt unterstützen, strukturell entlasten und stärker wertschätzen soll. Entscheidend ist dabei die Frage, was diese Entwicklungen für die tägliche Arbeit von Engagierten und Hauptamtlichen vor Ort bedeuten.
Den fachlichen Einstieg übernimmt Peter Klösener von der KLVHS Oesede mit dem Vortrag „Freiwilligensurvey 2024 – Erkenntnisse für die Zukunft des ehrenamtlichen Engagements“. Anschließend stellt Raphael Dombrowski, geschäftsführender Vorstand der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (LAGFA) Niedersachsen, die niedersächsische Ehrenamtsstrategie vor und fragt, ob sie eine Antwort auf die aktuellen Herausforderungen sein kann.
Zum Abschluss wird der Blick auf konkretes Engagement in der Region gerichtet: Bei der Verleihung des Johannes-Voetlause-Preises werden die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger sowie ihre Projekte vorgestellt. Der Preis würdigt besonderes Engagement für und im ländlichen Raum der Region Weser-Ems. Er wird in den Kategorien Gemeinwesen, Jugend und Frauen vergeben, jeweils verbunden mit einem Preisgeld von 1.000 Euro.
Der Fachtag findet von 15 bis 19 Uhr in der KLVHS Oesede, Gartbrink 5, 49124 Georgsmarienhütte, statt. Im Anschluss an die Preisverleihung gibt es bei einem Abendimbiss Gelegenheit zum Austausch. Die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldung: über klvhs.de/seminare oder per E-Mail an info@klvhs.de.
Veranstalter sind das Zentrum für ehrenamtliches Engagement an der KLVHS Oesede, das Ehrenamtsmanagement des Landkreises Osnabrück und der Verein Rückenwind für Bürgerengagement e. V.